Textversion
StartseiteAktuellesThemenFraktionArchivInfos + Termine

Archiv:

Wahlen 09

Wahlen 09:

Bundestagswahlprogramm

Bürgermeister Kandidat

Es ist Zeit für Veränderung

Wahlprogramm

Allgemein:

Startseite

Kontakt

Sitemap

Links

Impressum

» < zurück

Kommunaler Klimaschutz: Global denken - Lokal handeln

Global denken - Lokal handeln! Dieser Leitsatz der 1992 in Rio de Janeiro beschlossenen Agenda- Strategie gilt für uns Grüne in Jüchen nach wie vor und ohne Einschränkung. Auch deswegen lehnen wir den Neubau von Kohlekraftwerken strikt ab. Unsere ehrgeizigen Klimaschutzziele erreichen wir ohne die dreckige Kohle- und die teure und gefährliche Atomkraft. Wir setzen stattdessen auf einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien, die Steigerung der Energieeffizienz und effektive Energieeinsparungen in unserer Gemeinde.

Im Bereich der Erneuerbaren Energien bieten sich viele unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten an: Solarthermeanlagen in Hallenbäder, Biogasanlagen, in denen der ohnehin anfallende kommunale Grünschnitt zur Erzeugung genutzt wird, Kraft-Wärme-Kopplung und natürlich die Photovoltaik, vorzugsweise auf Dächern.
Auch bei der Energieeinsparung muss eine Kommune Vorbild für die Bevölkerung und die Industrie sein. Ökologische Gebäudesanierung, ein kommunales Energiemanagement sowie eine Energieleitlinie, die Standards festlegt, sind dafür gute Instrumente. Zusätzlich muss es bei privaten Neubauten Anreize und Vorgaben für den Einsatz Erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparung geben.

Daher muss bei der Erstellung von Bauplänen die Festsetzungen von Ausrichtung und Höhe von Gebäuden „solartauglich" sein. Bei den Verwaltungsvorlagen für Bebauungspläne sollten stets Ausführungen über die Solartauglichkeit der Festsetzungen erfolgen - dies ist seit Jahren bekannt, findet in der Fläche jedoch längst nicht statt. Die Nutzung der Dächer der öffentlichen Gebäude für Solarthermie und Photovoltaik wird dadurch verbessert, dass die örtliche Verwaltung eine öffentlich einsehbare Liste über alle Dächer der Gebäude, die sich für Photovoltaik-Anlagen eignen, erstellt, und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.


Kita der Zukunft: Bildung, Erziehung und Betreuung zusammenbringen!

Angebote in Tageseinrichtungen für Kinder müssen für alle Eltern und Kindern zugänglich sein. Dafür muss es ein bedarfsdeckendes Angebot für alle Altersgruppen geben. Dies kann nur durch einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem ersten Lebensjahr erreicht werden! Elternbeiträge müssen künftig abgeschafft werden, um alle Zugangshürden zu beseitigen. Aber nicht nur quantitativ besteht in der Gemeinde Jüchen noch Verbesserungsbedarf.

Wir wollen eine Qualitätsoffensive für die Kitas in der Gemeinde Jüchen, in deren Mittelpunkt die Förderung sozialen Lernens, gesunde Ernährung und Bewegung, Umweltbildung und Integration mit allen Facetten stehen.

Kindertageseinrichtungen müssen finanziell und personell in die Lage versetzt werden, durch eine Qualitätsoffensive den Elementarbereich zur ersten Stufe in unserem Bildungssystem auszubauen.

Wir stellen an zukunftsfähige Kitas den Bildungsanspruch, aber wir wollen Kinderbetreuung nicht verschulen. Wir wollen Freude an Bildung vermitteln, den Grundstein für eine erfolgreiche Bildungsbiografie legen und Lust auf Lernen machen. Kinder zu stärken, in der Gemeinschaft zu lernen und sich Freiräume zur Entfaltung zu erkämpfen, ist der Auftrag zukunftsweisender Kindertageseinrichtung.


Starke Kinder starke Eltern!

Kinder stärken geht nicht ohne starke Eltern. Die Institutionen in Betreuung, Beratung und Hilfen müssen noch stärker zusammengebracht werden. Kinderschutz vor Ort darf nicht unter Finanzierungsvorbehalt stehen, in den Jugendämtern besteht sowohl in personeller wie auch in fachlicher Hinsicht Verbesserungsbedarf. Präventive Angebote - also Beratung von und Hilfe für Eltern und Kinder - sind unerlässlicher Bestandteil eines wirksamen Schutzkonzepts.

Voraussetzung dafür ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Jugendämtern, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Trägern der Jugendhilfe und Kinderärztinnen und Kinderärzten. Die Stadt Dormagen zum Beispiel ist mit „Neff' - Netzwerk frühe Förderung - Modellstandort für frühe Förderung. Bekämpfung von Kinderarmut und soziale Frühwarnsystem. Wir wollen ähnliche Initiativen für die Gemeinde Jüchen.


Wirtschaft und Arbeit

Nach dem Zusammenbruch in der Finanzwirtschaft hat dieses Phänomen inzwischen auf die Realwirtschaft durchgegriffen. Die Folge ist, dass auch die Verbraucherinnen und Verbraucher die Folgen zu spüren bekommen, als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer droht ihnen vielfach auch der Verlust des Arbeitsplatzes.

Ein Grund für die Verschärfung ist sicherlich die verfehlte Interventionspolitik von CDU und SPD auf allen Ebenen des Staates, so auch in der Gemeinde Jüchen. Es ist Zeit für Veränderungen: Grüne Wirtschaftspolitik in Jüchen setzt auf nachhaltige Investitionen und nicht auf die Aufnahme neuer Kredite, die lediglich einen Hypothek auf die Zukunft der nachfolgenden Generationen darstellt. Wir fordern für die Gemeinde Jüchen ein Programm für die nachträgliche Ertüchtigung von Gebäuden zur Energieeinsparung und effizienteren Energienutzung. Das stärkt den Mittelstand und schafft Arbeitsplätze.

Wir wollen, in Erneuerbare Energien investieren, dies ist eine Jobmaschine, die auf die Zukunft gerichtet ist. Trotz gegenteiliger Beteuerung hat RWE ständig Arbeitsplätze abgebaut, anstatt dies zu erhalten geschweige denn zu schaffen. Hier werden die Bürgerinnen und Bürger nicht ernst genommen.

Grundlage jeder kommunalen Wirtschaftspolitik ist die Möglichkeit der Ansiedlung von Gewerbetreibenden im Gemeindegebiet. Dabei halten wir nichts von einem unsinnigen Flächenfraß. Der Boden ist ein Gut, dass sich nicht beliebig vermehren lässt.

Der Mittelstand schafft in der Gemeinde Jüchen, die meisten Arbeitsplätze und bildet überdurchschnittlich aus. Diese Leistung wollen wir auch in der Gemeinde Jüchen honorieren.


Jugend vor Ort braucht Öffentlichkeit und Mitsprache

Die Grünen in der Gemeinde Jüchen haben sich immer für mehr Beteiligung und Mitentscheidung in der kommunalen Politik durch Kinder und Jugendliche stark gemacht. Dies wird künftig noch drängender, denn der Trend Jugendliche aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen spielt sich in der Gemeinde Jüchen immer mehr ab.

Auch die schleichende Privatisierung des öffentlichen Raums ist ein Problem, denn wo Shoppingzentren, Privatgewerbe etc. entstehen, werden automatisch diejenigen ausgegrenzt, die sich eine Teilhabe schlicht nicht leisten können - und dies betriff vor allem Jugendliche.
In der Gemeinde Jüchen wird auch die Nicht- Berücksichtigung der Interessen von Jugendlichen am ehesten sichtbar. Die Satzungen der öffentlichen Plätze und Räume zum Beispiel müssen die Interessen und Bedürfnisse von jungen Menschen stärker in den Blick nehmen, denn Öffentlichkeit bedeutet Gerechtigkeit.
Dies gilt auch für die Beteiligung von jungen Menschen an den Entscheidungen des kommunalen Lebens.
Wir Grüne wollen dies für die Gemeinde Jüchen! Jugendbeteiligung darf aber nicht zur Schein-Beteiligung verkommen. Wir wollen echte Mitsprache und Mitentscheidung, auch und vor allem bei der direkten Sozialraumplanung.


Kultur für Alle!

Grüne Kommunalpolitik in Jüchen legt ihren Schwerpunkt auf die kulturelle Grundversorgung der Bevölkerung mit Büchereien, Musikschulen oder der Förderung der freien Szene. Nur wenn die eigene künstlerische Betätigung der Menschen möglich ist, kann Kultur ihre positiven Effekte auf den Einzelnen und die Gemeinschaft entfalten: Bildung, Lebensinhalt jenseits des Materialismus, Emanzipation, Zusammenhalt, Urbanität und kreative Impulse für die Wissensgesellschaft. Das richtige Verhältnis zur kulturellen Grundversorgung muss jedoch gewahrt bleiben.


Verkehr

Verkehr vermeiden, Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern und den Verkehr effizienter machen ( auch die Verkehrsmittel ).

Grüne Konzepte sind angesichts des Klimawandels und der Schadstoff- und Lärmbelastung der Menschen aktueller denn je. Rund 70 Prozent, des jährlichen Ölverbrauchs in der EU entfallen auf den Transportsektor. Die Kraftstoffe, die im Verkehr gebraucht werden, basieren zu 96 Prozent auf Eröl. Eine Strategie „Weg vom Öl" ist aus ökologischer Perspektive alternativlos und dem Verkehr fällt dabei eine zentrale Rolle zu.

Scheinbar diametral stehen sich die Wünsche nach weniger Schadstoffen, weniger Lärm und klimafreundlichem Verkehr den Wünsche der Wirtschaft und der Bürgerinnen und Bürgern nach mehr Wachstum gegenüber. Deswegen brauchen wir für die Ballungszentren innovative Lösungen und einen Ausbauschub bei Bussen und Bahnen.
Im ländlichen Raum muss es neben Bussen und Bahnen einen Mix an zusätzlichen Mobilitätsangeboten geben - Car-Sharing, Bürgerbusse und Anrufssammeltaxis.

Wir brauchen neue Strategien gegen das explosionsartige Anwachsen des Güterverkehrs.
Insbesondere der LKW-Transitverkehr gehört auf die Schiene und das Schiff.


Selbstbestimmtes Wohnen


Wir werden immer älter und mehr (der demographische Faktor).

Dabei sind viele von uns noch bis ins hohe Alter fit und aktiv. So nutzen wir unsere Erfahrung, Fähigkeiten und unser Wissen zur aktiven Mitgestaltung der Lebensbedingungen aller Generationen in unserer Gemeinde. Diese Kompetenzen sind ein umfangreiches Kapital.


Selbstbestimmtes Wohnen - das wollen indessen fast alle

Dazu brauchen wir mehr Angebote an unterschiedlichen neuen Wohnformen, z.B. Hausgemeinschaften auf Selbsthilfebasis, Mehrgenerationenhäuser, verlässliche Betreuungsangebote und dem Alter angepasste, bezahlbare Wohnungen. Bürgerschaftliches Engagement, Gemeindeteilinitiative und Selbsthilfegruppen möchten wir fördern.

Unsere Schwerpunktthemen

Selbstbewusst und eigenverantwortlich leben - auch im hohen Alter selbstbestimmt Wohnen, lebenswerte Sozialraumgestaltung in der Kommune.

Pflegebedürftigkeit, Krankheit und Sterben würdig gestalten. Zusammenhalt der Generationen stärken, neuer Generationenvertrag, Kampf gegen Altersarmut.

Ältere Menschen in konkrete Politik einbinden und Grüne Ideen und Ziele im Alltag vermitteln und bewusst machen. Mitwirkungsmöglichkeiten bei der Gemeindeentwicklung. Kontakte- und Netzwerkpflege älteren Grüner sowie auch themenspezifische Zusammenarbeit mit anderen lokalen Interessengruppen.

Schule & Weiterbildung

In der Schulpolitik stehen für uns Chancengleichheit, bessere Leistungen und sozialer Zusammenhalt an erster Stelle. Das ist nicht nur gerecht, sondern auch ökonomisch unabdingbar. Wir wollen eine Schule, in der alle Kinder bis zum Ende der Pflichtschulzeit gemeinsam lernen. In unserer gemeinsamen Schule haben auch Kinder mit Behinderungen ihren Platz. Deshalb fordern wir das Recht auf gemeinsamen Unterricht. Alle Schulformen brauchen Ganztagsangebote und eine warme Schulmahlzeit für alle Kinder. Zu einem Ort des Lebens und Lernens gehören multiprofessionelles Personal und demokratische Strukturen, die es allen ermöglichen, sich einzubringen und teilzuhaben. Wir setzen auf Prävention zur die Vermeidung von Gewalt. Auch eine gerechte und transparente Rückmeldung über Leistungen und Lernentwicklung ist dringend notwendig. Kluge Konzepte sollen helfen, Unterrichtsausfall zu vermeiden und die Qualität des Unterrichts zu verbessern.

Das alles wollen wir nicht von oben verordnen, sondern von unten ermöglichen und unterstützen. Deshalb stehen wir für mehr Selbstständigkeit von Schulen und den Ausbau regionaler Unterstützungsstrukturen.

Darüber hinaus hat die Grüne Fraktion im Jahr 2007 eine Kommission zur Finanzierung eingesetzt, denn eine solide Finanzierung gehört dazu.

Das lebens- begleitende Lernen wird immer wichtiger. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die guten Angebote der Fort- und Weiterbildung in der Gemeinde Jüchen nicht nur fortbestehen, sondern auch ausgebaut werden und allen Menschen unabhängig vom Geldbeutel offen stehen.


Mode für das Wir-Gefühl Schulkleidung kommt an

Immer mehr nordrhein-westfälischen Schulen entscheiden sich für einheitliche Garderobe, auch für Jüchener Schulen wäre dies eine Bereicherung. Knallgrüne T-Shirts, leuchtend blaue Hosen, dazu für Jungs ein gelb-blau kariertes Hemd oder für Mädchen eine gleichermaßen gemusterte Bluse - so farbenfroh stellen sich Schüler einheitliche Schulkleidung vor.

Das Schulgesetz, 2006 in Kraft getreten, sieht vor, dass Schulen einheitliche Kleidung einführen können, wenn die Schulkonferenz mit den Stimmen aller Schülervertreter zustimmt. Und immer mehr Schulen im Land NRW folgen der Anregung.
„Das Gemeinschaftsgefühl wird gestärkt", und auch der Druck unter den Schülern, sich mit teurer Markenware zu zeigen, habe zumindest nachgelassen. Bei Eltern und Kindern kommt die Schulkleidung an.

Umfrage:

Das Institut TNS Emnid befragte Bürger in Nordrhein-Westfalen:

Würden Sie die Einführung einer einheitlichen Schulkleidung eher befürworten oder eher ablehnen?
Eltern 33% eher ablehnen 66% eher befürworten.
Bevölkerung insgesamt 45% eher ablehnen 54% eher befürworten.

Wenn Sie die Einführung einer einheitlichen Schulkleidung eher befürworten - welche Folgen versprechen Sie sich davon?

94% Förderung des Gemeinschaftsgefühls in der Schule92% Förderung der inneren Werte der Schüler, da äußere Werte wie Marken und Ansehen weniger wichtig werden.
89% Förderung des Kontaktes zwischen Kinder unterschiedlicher Herkunft 85% Weniger Konflikte zwischen Eltern und Kinder in Kleidungsfragen
71% Kostenersparnis der Eltern beim Kleidungskauf 47% Bessere Lernergebnisse der Kinder

Wir von Bündnis 90/Die Grünen Jüchen werden uns dafür stark machen.

» Wahlen 09